Fledermausmonitoring Windpark Junkersrott

Landkreis Aurich

Im Windpark Junkersrott wurden im Zuge eines Repowerings 7 bestehende Windenergieanlagen demontiert und durch 8 leistungsfähigere WEA ersetzt. Zur Vorhabensgenehmigung nach § 12 Abs. 2a BImSchG wurde ein Fledermausmonitoring mit akustischer Dauererfassung sowie einer Schlag-opfersuche zur Einschätzung des Kollisionsrisikos gefordert.

Fledermausmonitoring Windpark Junkersrott

Landkreis Aurich

Im Windpark Junkersrott wurden im Zuge eines Repowerings 7 bestehende Windenergieanlagen demontiert und durch 8 leistungsfähigere WEA ersetzt. Zur Vorhabensgenehmigung nach § 12 Abs. 2a BImSchG wurde ein Fledermausmonitoring mit akustischer Dauererfassung sowie einer Schlag-opfersuche zur Einschätzung des Kollisionsrisikos gefordert.

Kenndaten

Kenndaten

Auftraggeber
Zweite Windpark Junkersrott GmbH & Co.KG

Planungsumfang

2008 an 4 WEA
2010 an 2 WEA

Bearbeitungszeitraum

2008 - 2011
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Das geforderte Monitoring beruht auf Ergebnissen einer Detektorkartierung (Voruntersuchungen 2007), wonach Beeinträchtigungen durch Fledermausschlag in den Sommermonaten insbesondere für den Abendsegler nicht ausgeschlossen werden konnten.
Das Fledermausmonitoring wurde in den Jahren 2008 (vor Repowering) und 2010 (nach Repowering) durchgeführt. 2008 wurden 4 WEA untersucht: drei an potenziell kritischen Standorten (Lage am Waldrand oder Marschtief) sowie eine an einem potenziell unkritischen Standort (Freiraumlage, Acker) als Referenzstandort. Im Jahr 2010 wurde der Monitoringumfang auf zwei Anlagen reduziert, darunter eine repowerte WEA. Während der gesamten Aktivitätsphase der Fledermäuse von April bis Oktober wurde an diesen Anlagen die Fledermausaktivität mittels akustischer Dauererfassung im Gondelbereich sowie im bodennahen Turmbereich erfasst. Parallel dazu erfolgte an den insgesamt 6 Anlagen eine Schlagopfersuche, bei der auch die methodischen Fehler zur Absuchbarkeit der Flächen, der Sucheffizienz sowie der Abtragrate durch Prädatoren bestimmt wurde.
Auf Grundlage der umfangreichen Ergebnisse zur Fledermausaktivität an verschiedenen WEA-Standorten und unterschiedlichen WEA Typen (Enercon E40, E66, E70) sowie der Ergebnisse der Schlagopfersuche konnte eine Einschätzung zum Kollisionsrisiko vorgenommen werden.



Leistungen planungsgruppe grün
  • Akustische Dauererfassung mit AnaBats im Gondelbereich sowie am Anlagenturm in 5 m Höhe über zwei Jahre im Zeitraum von April bis Oktober:
    - ­Koordination und Organisation AnaBat-Installation, -Wartung
    - ­Auswertung der Daten
  • Schlagopfersuche im Umkreis von 50 m um den Anlagenfuß (2008: 44 Termine, 2010: 66 Termine) sowie Bestimmung der methodischen Fehler (Absuchbarkeit, Sucheffizienz, Abtragrate)
  • Monitoringbericht
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