Vegetationskartierungen "Neuwapeler Außengroden"

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Der II. ODB plant in Kooperation mit dem NLWKN einen Bodenabbau auf den Vorlandflächen des Neuwapeler Außengroden im südlichen Jadebusen im Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“, der zugleich im europaweiten Netzwerk NATURA 2000 geschützt ist. Auf Anforderung der Nationalparkverwaltung war eine aktuelle Bestandsaufnahme der Lebensraumtypen nach FFH-Richtlinie (Anh. I), TMAP- und Biotoptypenkartierung 2013 durchzuführen.

Vegetationskartierungen "Neuwapeler Außengroden"

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Der II. ODB plant in Kooperation mit dem NLWKN einen Bodenabbau auf den Vorlandflächen des Neuwapeler Außengroden im südlichen Jadebusen im Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“, der zugleich im europaweiten Netzwerk NATURA 2000 geschützt ist. Auf Anforderung der Nationalparkverwaltung war eine aktuelle Bestandsaufnahme der Lebensraumtypen nach FFH-Richtlinie (Anh. I), TMAP- und Biotoptypenkartierung 2013 durchzuführen.

Kenndaten

Kenndaten

Auftraggeber
II. Oldenburgische Deichband

Projektkoordination
Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Brake-Oldenburg

Planungsumfang
ca. 500 ha

Bearbeitungszeitraum
07-09/2013
Mehr...

 

Die Vegetationskartierung erfolgte dabei flächendeckend auf einer Fläche von rund 500 Hektar, vom Hauptdeich bis an die hier rund 1,3 km weit im Vorland liegende Wattkante.
Die Abgrenzung der einzelnen Biotope erfolgte im Rahmen der einmaligen Begehung anhand von vegetationskundlichen, strukturellen und nutzungsbedingten Merkmalen. Ziel war eine Darstellung im Maßstab 1:5.000, dementsprechend wurden Biotope ab einer Größe von ca. 10x10 m bzw. bei linearen Strukturen ab 10 m Breite im Gelände aufgenommen.
Die Klassifizierung der Vegetationstypen wurde anhand der Biotoptypen des niedersächsischen Erfassungsschlüssels (DRACHENFELS 2011) vorgenommen. Diese Biotoptypen werden in die sog. „TMAP“-Einheiten übersetzt und die jeweiligen Lebensraumtypen (LRT) nach Anhang I der FFH-Richtlinie lassen sich im Weiteren schlussfolgern. Zusätzlich erfolgte eine punktgenaue Erfassung von Pflanzenarten, die nach Bundesartenschutzverordnung „besonders geschützt“ sind.
Besondere Herausforderungen ergaben sich für die KartiererInnen durch die häufig schwierige Zugänglichkeit der Flächen: Viele Bereiche waren nur bei Niedrigwasser zu erreichen und wurden bei auflaufender Tide durch wassergefüllte Gräben und Priele abgeschnitten. Die enge Verzahnung von unterschiedlichen Vegetationsgesellschaften sowie die Vielzahl von Vegetationstypen in der Salzwiese stellten hohe fachliche Ansprüche an die KartiererInnen. Schließlich erschwert die dynamisch strukturierte Landschaft mit dem Fehlen von anthropogenen Strukturen die Orientierung im Gelände, weshalb die GPS-Geräte zum Einsatz kamen. Die erhobenen Daten wurden u.a. verwendet, um in einer GIS-gestützten Analyse die Vegetationsveränderungen seit der letzten Kartierung im Jahr 2003 darzustellen.

Leistungen planungsgruppe grün
  • Kartierung der Lebensraumtypen nach FFH-Richtlinie (Anh. I), TMAP- und Biotoptypenkartierung
Drucken