Landschaftspflegekonzept Vorland Jadebusen

Niedersachsen

Die ca. 1300 ha großen Salzwiesen des Jadebusens sind von hervorragender ökologischer Bedeutung als Brut- und Rastgebiet für See-, Wasser- und Watvögel und umfassen die bedeutendsten Strandflieder-Vorkommen der niedersächsischen Festlandsküste.

Landschaftspflegekonzept Vorland Jadebusen

Niedersachsen

Die ca. 1300 ha großen Salzwiesen des Jadebusens sind von hervorragender ökologischer Bedeutung als Brut- und Rastgebiet für See-, Wasser- und Watvögel und umfassen die bedeutendsten Strandflieder-Vorkommen der niedersächsischen Festlandsküste.

Kenndaten

Kenndaten

Auftraggeber
II. Oldenburgische Deichband

Projektkoordination
NLWKN Brake-Oldenburg

Planungsumfang
ca. 1.300 ha

Bearbeitungszeitraum
2003 - 2006
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Für etwa 35% der Salzwiesenfläche bestehen Nutzungsverträge für eine landwirtschaftliche Nutzung (Beweidung, Mahd), an dessen Durchführung dem II. Oldenburgischen Deichband als Träger der Deichunterhaltung gelegen ist (Aufrechterhaltung der Entwässerung, Verringerung von Treibselanfall, Fortführung traditioneller Nutzung).
Ferner stellen die unter hohen Schutzstatus (Nationalpark, FFH-Gebiet, EU-Vogelschutzgebiet) gestellten Salzwiesen ein potentielles Abbaugebiet für den bei anstehenden Deichverstärkungen benötigten Kleiboden dar, sofern der erforderliche Boden im Binnenland nicht vollständig zu gewinnen ist.
Zur Erstellung des Landschaftspflegekonzeptes werden die Auswirkungen der unterschiedlichen landwirtschaftlichen Nutzungen auf Vegetation, Wirbellose und Brutvögel der Salzwiesen dokumentiert und bewertet sowie ihr Entwicklungspotential entsprechend beurteilt. Aus der Verschneidung der Bewertung des momentanen Zustandes mit dem Entwicklungspotential kann die für eine Fläche günstigste Art der Nutzung bzw. Pflege bestimmt werden. So können negative Auswirkungen von Kleiabbau minimiert und mögliche positive Auswirkungen landwirtschaftlicher Nutzungen vergrößert werden.



Leistungen planungsgruppe grün
  • Erfassung landwirtschaftlicher Nutzung
  • Vegetationskartierung und -aufnahme
  • Faunistische Erfassung (Wirbellose, Brutvögel)
  • Entwicklung der naturschutzfachlichen und küstenschutzfachlichen Bewertungssysteme
  • Potential- und Konfliktanalyse
  • Ableitung von Eignungsflächen, Flächenkonzept
  • Abstimmung zwischen beteiligten Institutionen (Küstenschutz, Naturschutz, Wasserwirtschaft)
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