Pilotprojekt Marschgewässer - Regionale Maßnahmenpläne

Landkreise Wesermarsch und Wittmund

Die Harle und das Käseburger Sieltief wurden als Modellgewässer der Marschen für das „Pilotprojekt Marschgewässer“ des MU Niedersachsen ausgewählt. Kernziel des Projektes ist die Schaffung fachlicher Grundlagen für die Umweltzielerreichung "gutes ökolog. Potenzial" und "guter chemischer Zustand" durch eine kosten- und nutzenorientierte Maßnahmenplanung im Sinne der WRRL.

Pilotprojekt Marschgewässer - Regionale Maßnahmenpläne

Landkreise Wesermarsch und Wittmund

Die Harle und das Käseburger Sieltief wurden als Modellgewässer der Marschen für das „Pilotprojekt Marschgewässer“ des MU Niedersachsen ausgewählt. Kernziel des Projektes ist die Schaffung fachlicher Grundlagen für die Umweltzielerreichung "gutes ökolog. Potenzial" und "guter chemischer Zustand" durch eine kosten- und nutzenorientierte Maßnahmenplanung im Sinne der WRRL.

Kenndaten

Kenndaten

Förderer
Niedersächsisches Umweltministerium
Auftraggeber
Braker Sielacht,
Sielacht Wittmund

Planungsumfang
Käseb. Sieltief ca. 16 km
Harle ca. 23 km

Bearbeitungszeitraum

2006 - 2007
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Pilotprojekt Marschgewässer
der Projektträger

In einer vorgeschalteten ersten Phase wurden geeignete Bewertungsverfahren anhand der biologischen Qualitätskomponenten Makrophyten, Fischfauna, Phytobenthos und Phytoplankton entwickelt, die Gewässer bewertet und deren chemischer Zustand untersucht.
Diese Datengrundlagen flossen in die Phase II des Projektes, der modellhaften Maßnahmenplanung, ein. Erster Schritt der Maßnahmenplanung war eine zielgerichtete Defizitanalyse: signifikante Belastungen und anthropogene Einwirkungen gemäß WRRL und ihre Auswirkungen auf die wertgebenden biologischen Qualitätskomponenten wurden eingeschätzt und der entsprechende Handlungsbedarf abgeleitet. Untersuchungsschwerpunkte waren bspw. die Auswirkungen des Wasserstandsmanagements, der eingeschränkten Durchgängigkeit sowie der Ver-/Entschlammung des Gewässers auf die genannten biologischen Qualitätskomponenten und der Handlungsbedarf für die Maßnahmenplanung. Eine besondere Herausforderung ergab sich daraus, dass die unterschiedlichen land- und wasserwirtschaftlichen Nutzungen der Gewässer durch die Maßnahmenplanung nicht wesentlich beeinträchtigt werden durften.
Beispiele struktureller Maßnahmen mit multifunktionalen Wirkungen sind die Schaffung von Klein- und Seitengewässern und Uferaufweitungen (Gewässerstrukturen als Lebensraum mit optimalen Wasserstandsbedingungen, Filterfunktion zur Reduzierung der Trübstoffe, zusätzlicher Retentionsraum (Hochwasserschutz), Minderung der Wasserstandsschwankungen, Wiederbesiedlungspotenzial für das Gewässer).



Leistungen planungsgruppe grün
  • Ermittlung signifikanter Belastungen und Durchführung einer Defizitanalyse im Sinne der WRRL
  • Aufnehmen und Auswerten regionaler Besonderheiten
  • Hydraulische Berechnungen zur Leistungsfähigkeit des Hochwasserschutzes, Ermittlung von
    Zielwasserständen
  • Modellhafte Maßnahmenplanung
  • Information und Beteiligung der lokalen Akteure, Öffentlichkeitsarbeit
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